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Ratgeber: UV-Schutz

Inhaltsverzeichnis

1. Die Haut vergisst nichts
2. Richtiger UV-Schutz ist kinderleicht
3. Aktiv werden – was können Eltern tun?
4. Kleidung ist der beste Schutz
5. Sonnenschutzmittel darf nicht fehlen

Hautkrebs aktiv vorbeugen: UV-Schutz muss bei den Kleinsten beginnen.

Ein gelber Ball mit lustigem Gesicht und langen Strichen rundherum – so malen Kinder gern die Sonne. Sie ist der heimliche Superstar unzähliger Kinderzeichnungen. Kein Wunder: Die Sonne wärmt und macht gute Laune. Dennoch ist es ungemein wichtig, dass bereits die Kleinsten lernen, sich in der Sonne richtig zu verhalten, denn: die ultraviolette Strahlung der Sonne ist krebserregend. Sie ist der grösste Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Unsere Sonne hat also nicht nur eine „Sonnenseite“. Wer sich draussen richtig verhält, kann sie ohne „Schattenseiten“ geniessen. Da UV-Strahlen unsichtbar sind und ein „Zuviel“ oft erst bemerkt wird, wenn ein Sonnenbrand entstanden ist, sind Kinder ganz besonders auf die Unterstützung von Eltern und Erziehungsberechtigten angewiesen. Diese sind im wahrsten Sinne der „beste Schutzfaktor“ vor Sonnenbrand.

Kinder können nicht aus ihrer Haut – sie haben nur die eine! Dies ist eine Tatsache, die Eltern sich immer wieder vor Augen führen sollten. Denn, die in der Kindheit und Jugend erworbenen UV-Schäden sind massgeblich für das spätere Entstehen von Hautkrebs verantwortlich. Jährlich wird bei fast 265.000 Menschen Hautkrebs diagnostiziert. Bei 30.000 davon lautet die Diagnose malignes Melanom. Dieser bildet sehr schnell Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, und ist dann oft nur noch schwer heilbar.Dass Kinderhaut so empfindlich auf UV-Strahlung reagiert, hat verschiedene Ursachen: Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind der UV-Strahlung somit stärker ausgesetzt. Auch bei Sonnenbränden reagiert die kindliche Haut anders als die von Erwachsenen. Dieses „Alarmsignal“ des Körpers tritt bei Kindern zeitverzögert auf. Die Haut ist dann bereits erheblich geschädigt. Daher ist es ganz besonders wichtig, Kinderhaut frühzeitig vor zu intensiver UV-Strahlung zu schützen.

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Die Haut vergisst nichts

Schon bevor ein Sonnenbrand überhaupt sichtbar wird, können ultraviolette Strahlen der Sonne bereits das Erbgut der Zellen in der Haut schädigen. Dies ist erst recht der Fall, wenn es zu typischen Warnzeichen gekommen ist: Rötung, Schwellung, Juckreiz, Blasenbildung – auch bekannt unter Sonnenbrand. In der Regel beseitigt ein körpereigenes Reparatursystem entstandene Schäden. Ist dieses System jedoch überlastet, verändert sich das Erbgut und die Zelle kann entarten. Jahre später ist Hautkrebs die Folge.

Von Hautkrebs sind keinesfalls nur ältere Menschen betroffen, sondern auch zunehmend junge Erwachsene. Die Moderatorin Susanne Klehn erkrankte mit 27 Jahren an schwarzem Hautkrebs. Heute setzt sie sich als Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention dafür ein, speziell junge Menschen für ein umsichtiges Sonnenverhalten zu sensibilisieren.

Die Kampagne „Clever in Sonne und Schatten“ der Deutschen Krebshilfe und ihrer Partner unterstützt Kitas und Grundschulen dabei, Kinder spielerisch und nachhaltig dafür zu sensibilisieren, sich in der Sonne richtig zu verhalten. Nähere Informationen bietet die Internetseite der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de/uv-schutz.

Richtiger UV-Schutz ist kinderleicht

Kaum einer anderen Krebsart kann so einfach und effektiv vorgebeugt werden wie Hautkrebs. Dies liegt daran, dass UV-Schäden und Sonnenbrände durch richtigen Sonnenschutz ganz einfach vermieden werden können: Bei Kindern gilt es in erster Linie, starke Sonnenbestrahlung zu vermeiden, zum Beispiel während der Mittagszeit. Draussen schützt sonnengerechte Kleidung am besten.

Kinder-Sonnenhüte sind ein kleines Accessoire mit grosser Wirkung! Gerade die empfindliche Haut von Kindern braucht besonderen Schutz. Um die Haut auf dem Kopf und im Nacken zu schützen, sind Sonnenhüte eine gute Ergänzung zur Sonnencreme. Mit einer breiten Krempe vorne an der Mütze und einem Nackenschutz sind die meisten Sonnenhüte optimal für die sensible Haut von Kindern. Für Babys sind Sonnenhüte mit Ohrenklappen zu empfehlen. Diese schützen nicht nur vor Sonne, sondern auch vor Wind. Auch ein Bändchen, um den Hut gegebenenfalls mit einer lockeren Schleife zu befestigen kann von Vorteil sein, da gerade Babys des Öfteren eine Mütze als störend empfinden und sie runterreissen. Im tausendkind-Sortiment finden Sie die passenden Kinder-Sonnenhüte für jeden Anspruch.

Richtig aufgetragene Sonnenschutzmittel bieten zusätzlichen Schutz. Eine Orientierung über die tagesaktuelle Intensität der ultravioletten Strahlung bietet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Von April bis September veröffentlicht es einen UV-Index für die verschiedenen Regionen Deutschlands, einschliesslich einer Prognose für die kommenden Tage. Der UV-Index ist auf der Internetseite des Bundesamtes

unter www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/prognose/prognose_node.html abrufbar. Je höher der Indexwert auf einer Skala von 1 bis 11 steigt, desto grösser ist das Sonnenbrandrisiko bei einem ungeschützten Aufenthalt in der Sonne. Schutzmassnahmen werden, entsprechend des individuellen Hauttyps, bei einem mittleren UV-Index von 3 bis 5 empfohlen. Dies ist ein Wert, der meist schon im April erreicht wird.

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Aktiv werden – was können Eltern tun?

Pralle Sonne meiden!

Richtiger UV-Schutz sollte bei sonnigem Wetter ebenso selbstverständlich sein, wie das tägliche Zähneputzen. Beachten sie dabei folgende Tipps:

  • Am wirksamsten schützen Sie Ihr Kind vor UV-Strahlung, indem Sie es nicht unnötig viel der Sonne aussetzen.
  • Wie stark die UV-Strahlung tagesaktuell ist, gibt der UV-Index von April bis September an. Dieser ist im Internet beispielsweise unter www.bfs.de abrufbar.
  • Für Babys ist die direkte Sonne tabu! Sie sind bis zum Ende des 1. Lebensjahres bekleidet im Schatten am besten aufgehoben.
  • Lassen Sie Ihr Kind mittags drinnen spielen oder aber draussen im Schatten.
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