Wir verwenden Cookies, die für die ordnungsgemässe Bereitstellung unseres Webseitenangebots zwingend erforderlich sind. Mit Klick auf "Einverstanden" setzen wir zusätzlich Cookies und Dienste von Drittanbietern ein, um unser Angebot durch Analyse des Nutzungsverhaltens zu optimieren, um Nutzungsprofile zu erstellen, interessenbezogene Werbung anzuzeigen, sowie die Webseiten-Performance zu verbessern. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch erneuten Aufruf dieses Cookie-Banners am Ende der Webseite widerrufen. Weitere Informationen und Einzelheiten finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Einverstanden
Nur funktionale Cookies
vor 3 Wochen

Bio-Mode für Kinder

5Sterne
(1)

Die Bezeichnung „Bio“ ist ja mittlerweile keine Seltenheit mehr, sondern fast in allen Sparten des Einzelhandels vertreten. Das Bewusstsein für Essen und „faire“ Kleidung ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Auf einmal will man wissen, wo das Schwein herkommt, das man auf dem Teller liegen hat und auch die Reise des Eis vor seinem Platz auf dem Frühstückstisch regt heute zum Grübeln an.

Zuerst einmal ein paar interessante Fakten! Wusstet ihr, dass…

  • mit dem Kauf eines einzigen Baumwoll-T-Shirts aus Bio-Baumwolle rund 7m2 Anbaufläche vor Kunstdünger und Pestiziden bewahrt werden?

  • man aufpassen muss, was man als „Bio“, „aus kontrolliert biologischem Anbau“ (kbA) oder „Öko“ bezeichnet? Ja, auch bei Mode! Denn diese Begriffe sind geschützt und dürfen nur verwendet werden, wenn die Richtlinien des ökologischen Landbaus eingehalten wurden.

  • man sich auch mit einheimischen Fasern wie Leinen und Hanf umweltschonend kleiden kann? Sie sind eine tolle Alternative zur Bio-Baumwolle.

  • das Bio-Zertifikat für Baumwolle ausschliesslich garantiert, dass die Faser ökologischem Anbaus entstammt. Wie sie anschliessend weiterverarbeitet wurde bis hin zum fertigen Kleidungsstück ist damit nicht definiert.

Schöne Bio-Mode für Kinder bei tausendkind

Was ist eigentlich Bio-Baumwolle und wie wird sie produziert?

Bio-Baumwolle muss nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert werden. Der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln ist im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau verboten. Es wird ausschliesslich mit Mist und Kompost gedüngt, der dem Erhalt und der Verbesserung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit dient. Durch diese natürliche Düngart erhöht sich der Humusanteil des Bodens, welcher so mehr Wasser und CO2 speichern kann. Auch die Erosionsanfälligkeit wird hierdurch verringert. Eine weitere Bestimmung besagt, dass ein „Fruchtwechsel“ eingehalten werden muss. Das heisst, die Baumwolle muss im Wechsel mit anderen Kulturen angebaut werden. So kann der Vermehrung von Schädlingen und Krankheiten vorgebeugt werden und es schont den Boden. Zusätzlich hilft eine gleichzeitige Aussaat anderer Pflanzen – dies vermeidet einen unnötigen Spritzmitteleinsatz. In Westafrika pflanzt man Sonnenblumen um die Baumwollfelder, da diese die Schädlinge (z.B. den Baumwollkapselkäfer) anziehen und so verhindern, dass die Baumwollpflanze befallen wird. Bio-Baumwolle muss von Hand geerntet werden. Der Einsatz von chemischen Entlaubungsmitteln (dienen der Erleichterung einer maschinellen Beerntung) ist verboten. Ebenfalls untersagt ist auch die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen. Durch all diese Massnahmen werden beim Kauf eines einzigen Bio-Baumwollshirts 7m2 Anbaufläche vor Kunstdünger und Pestiziden bewahrt.

Bio-Baumwolle = faire Baumwolle?

Das Bio-Zertifikat beinhaltet keine eigenen sozialen Standards. Es gelten die gesetzlichen Mindeststandards. Die ökologische Wirtschaftsweise wirkt sich jedoch gerade für Kleinbauern in ärmeren Ländern positiv auf die Lebensumstände aus:

  • es gibt keinen Kontakt mit gesundheitsgefährdenden Spritzmitteln
  • anstelle teurer chemischer Düngemittel kann der hofeigene Mist und Kompost weiterverarbeitet werden
  • Bio-Ware erzielt meist deutlich bessere Preise
  • der vorgeschriebene Fruchtwechsel gibt Kleinbauern die Chance, weitere Bio-Produkte für die Ernährung der eigenen Familie und für die Vermarktung anzubauem -> sie werden unabhängiger von der Baumwolle