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Wissenswertes

  1. Schnuller: Der treue Begleiter in den ersten Lebensjahren
  2. Welche unterschiedlichen Schnullerformen gibt es?
  3. Was ist der Unterschied zwischen Einschlafschnullern und Beruhigungsschnullern?


Schnuller: Der treue Begleiter in den ersten Lebensjahren

Babys haben als Neugeborene ein ausgeprägtes Saugbedürfnis. Schon im Mutterbauch nuckeln sie daher kräftig am Daumen. Babys saugen nicht nur, weil sie Hunger haben, sondern auch wenn sie traurig oder müde sind. Es ist daher nicht möglich und auch nicht sinnvoll, Babys vom Saugen abzuhalten. Deshalb kann es nützlich sein, dem Baby einen Schnuller als Beruhigungsvariante anzubieten. Bei vielen Babys ist ein Schnuller sehr willkommen. Sie sollten mit dem Schnuller allerdings warten, bis sich Ihr Baby an das Stillen oder das Fläschchen gewöhnt hat. Sie sollten auch darauf achten, dass das Saugsystem des Schnullers mit dem des Saugers der Flasche übereinstimmt. Um die Auswahl eines Schnullers zu erleichtern, haben wir Ihnen hier eine Übersicht über das Wichtigste, was Sie über Schnuller wissen sollten, zusammengestellt.

Was gibt es für unterschiedliche Schnullermaterialien?

Es gibt zwei verschiedene Materialien aus denen der Aufsatz eines Schnullers bestehen kann. Entweder besteht er aus dem natürlichen Stoff Latex (Naturkautschuk) oder aus dem künstlichen Stoff Silikon. Beide Stoffe haben ihre Vor- und Nachteile:

Latex: Latex ist ein weiches Naturmaterial, welches flexibel und umweltfreundlich ist. Darüber hinaus ist ein Schnuller aus Latex sehr belastbar und eignet sich daher für Babys erste Zähne. Dieser Stoff zieht keinen Staub an und bleibt dadurch länger sauber. Allerdings verfärben sich Latexschnuller nach einer gewissen Zeit. Da sie schnell altern, sollten sie alle zwei Monate ausgetauscht werden. Das Naturmaterial hat einen starken Eigengeruch und wird nicht von allen Babys angenommen. Außerdem gibt es Babys, die allergisch auf Latex reagieren. Latexschnuller dürfen für die Reinigung nicht zu heiß gekocht werden, da sie dadurch spröde werden und leichter kaputt gehen können.

Silikon: Der künstliche Stoff ist unelastischer als ein Latexschnuller und kann von Babys, die gerade ihre ersten Zähne bekommen haben, leichter beschädigt werden. Daher sollten Sie regelmäßig kontrollieren, ob der Schnuller bereits Risse hat. Positiv ist, dass Silikon sowohl geruchs- als auch geschmacksneutral ist und deshalb selten von Babys abgelehnt wird. Zudem ist der Stoff langlebiger und sehr pflegeleicht, da er bei der Reinigung auch hohen Temperaturen standhält.

Welche unterschiedlichen Schnullerformen gibt es?

Hierbei wird die Kirschkernform von der kiefergerechten Form unterschieden. Lassen Sie ihr Kind entscheiden, welche Form es bevorzugt.

Kirschkernform: Die Form ist symmetrisch. Außerdem orientiert sich die Form an der Brustwarze der Mutter und wird von unserer Expertin Luise Kaller empfohlen. Babys nehmen die Kirschkernsauger in der Regel lieber an.

Kiefergerechte Form: Man unterscheidet bei dieser Form symmetrische- und asymmetrische Schnuller. Die symmetrischen Schnuller sind länglich und sowohl oben, als auch unten oval. Die asymmetrischen Schnuller sind flach, jedoch ist ihre untere Seite im Gegensatz zur oberen Seite stärker abgeflacht. Diese Schnullerform wird von Zahnärzten empfohlen, da sie zahnfreundlicher sein soll.





Was ist besser: Schnuller oder Daumen?

Zu diesem Diskussionsthema haben wir die Hebamme Frau Kaller befragt. Sie rät, man solle Babys besser einen Schnuller geben, da das Daumenlutschen später Kieferprobleme auslösen könne. Außerdem ist der Daumen schwieriger abzugewöhnen, da er jederzeit für das Baby verfügbar ist.

Was gibt es für Schnullerzubehör?

Da Schnuller häufig aus dem Mund des Babys fallen und schnell verloren gehen können sind Schnullerketten eine lohnende Anschaffung. Meistens bestehen Schnullerketten aus Holz oder Plastik und haben einen Klippverschluss, den man kinderleicht an der Kleidung des Babys befestigen kann.

Basteln Sie Ihre Schnullerkette nicht selbst, da bei einer Überlänge die Gefahr der Strangulation für Babys besteht. Es sollten sich zudem keine Einzelteile aus der Schnullerkette heraus lösen können. Wenn die Kette beschädigt ist, sollten Sie sie nicht weiter nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen Einschlafschnullern und Beruhigungsschnullern?

Der Einschlafschnuller ist für die Nacht gedacht, der Beruhigungsschnuller hingegen für tagsüber. Sie unterscheiden sich in ihrer Form, Größe und Design nicht stark voneinander. Daher können Beruhigungsschnuller selbstverständlich auch als Einschlafschnuller benutzt werden. Letztendlich stellt sich vielmehr die Frage, ob Sie ihrem Baby lieber nachts zum Einschlafen einen Schnuller geben wollen oder tagsüber zur Beruhigung.

Wie gewöhnt man den Schnuller ab?

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr sollten Babys lernen, auf den Schnuller zu verzichten, um Kieferfehlstellungen zu vermeiden. Nach dem dritten Lebensjahr ist es schwierig, Schäden am Kiefer des Babys auszugleichen. Das Saugbedürfnis des Babys nimmt nach dem dritten Geburtstag langsam ab.

Zu diesem Themenbereich haben wir die Expertin Karen Sander befragt, die selbst bereits zwei Kindern den Schnuller erfolgreich abgewöhnt hat. Eltern müssen jedoch für sich entscheiden, wie und wann sie ihrem Kind den Schnuller abgewöhnen, sagt Karen Sander. Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf das Abgewöhnen des Schnullers. Karen Sander erzählt uns, wie sie ihren Kindern den Schnuller abgewöhnt hat.




Ihr Sohn war 2,5 Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihm im Urlaub den Schnuller auf einem selbst gebastelten Boot zu einer Insel geschickt hat. Sie hat ihm erzählt, dass auf dieser Insel andere Kinder seinen Schnuller mehr bräuchten als er. Aus diesem Grund hat er den Schnuller abgegeben. Am nächsten Tag hat er ein Geschenk bekommen, das von seinem Schnuller geschickt wurde.

Ihre Tochter war 3 Jahre alt, als sie ihr den Schnuller abgewöhnt hat. Allerdings hatte sie selbst bereits entschieden, dass sie den Schnuller nicht mehr oft braucht. Daher hat sie zusammen mit Karen Sander ihren Schnuller in eine Box gelegt und diese vor die Tür gestellt. Am nächsten Tag lag ein Geschenk vor der Tür.

Karen Sander berichtet weiterhin, dass es für Kinder mit Geschwistern allgemein etwas leichter ist, sich den Schnuller abzugewöhnen, da sie das Geschwisterkind als Vorbild haben. Geschenke sind für den Prozess des Abgewöhnens äußerst praktisch. Damit haben Kinder zugleich einen Anreiz, den Schnuller später nicht zurückzufordern. Schließlich möchten sie ja ihr wundervolles Geschenk behalten.